Textversion
GEKKO CleanAnt Lift Service Presse Infothek News
Startseite Infothek Ressourcen NLZ Text vom 2. Februar 2010

Infothek


Standort Ausstellungen Partner Ressourcen

NLZ Text vom 2. Februar 2010 Bionik Videovorstellung

Kontakt Sitemap Disclaimer

NLZ Text vom 2. Februar 2010

Dies ist der rohe und etwas gekürzte Text, der in der Ausgabe der "Neue Luzerner Zeitung" vom 2. Februar 2010 publiziert wurde.

Ein Bild des gedruckten Textes können sie hier [1'370 KB] einsehen.

Laufend neue laufende Roboter

Deutlich mehr als 10 Millionen Franken investierte Anton Niederberger in seine Reinigungsroboter. Nun öffnet sich mit Solaranlagen ein riesiges Feld.

von Stefan Waldvogel

„80 Prozent unseres Umsatzes machen wir mit Photovoltaik-Firmen“ sagt der 54 jährige Ingenieur Anton Niederberger. Für einen SVP-Politiker ist das nicht unbedingt typisch und auch Niederberger muss zugeben, dass ein grosser Teil Intuition und „glückliche Fügung“ war. "Wir wurden an der Hannover Messe von Kunden aufmerksam gemacht, dass für die grossen Flächen von Solarpanels keine praktischen Reinigungsgeräte vorhanden waren. Unsere Putzroboter mit Saugnäpfen zum Bewegen auch auf schrägen Flächen sind hier ideal“, erläutert der Firmengründer und Tüftler. Ein sogenannter GEKKO kostet rund 200 000 Franken und putzt die heiklen Flächen ohne zu Murren so oft wie für die Stromproduktion nötig.

Kein Wunder ist die Firma von Anton Niederberger schnell gewachsen. Von vier auf 14 Mitarbeiter innerhalb von 14 Monaten. Und 10 weitere Leute sollen im Verlauf des Jahres angestellt werden. Dabei sei es extrem schwierig gute Ingenieure und Software-Entwickler zu bekommen, klagt der Kleinunternehmer. Gleichzeitig versucht er mit aktuell vier Lehrlingen selber den nötigen Nachwuchs für seine Firma zu fördern. Schliesslich hat er noch viele Ideen, die er mit seinen mehrfach patentierten laufenden Robotern noch umsetzen will.

Insgesamt investierte Niederberger deutlich mehr als 10 Millionen Franken in die Roboter. Dazu kommt der grosse interne Aufwand für die Arbeit des eigenen Teams. Die Finanzierung dieser Grossinvestition war sein grösstes Problem. Bei den Grossbanken wurden er enttäuscht und vertröstet und für eine kleine Bank war die Summe zu gross. So musste sich Niederberger Franken für Franken mit seiner „normalen“ Ingenieursarbeit verdienen und Schritt für Schritt investieren. In den USA wäre solches Chancenkapital viel leichter aufzutreiben gewesen, sinniert der 54 jährige Oberdörfler. Trotzdem sei Auswandern nie ein ernsthaftes Thema gewesen, zu sehr liebe ich hier die Umgebung und die Leute. „Das brauche ich um wirklich kreativ zu sein.“